Das nicht hinterfragte Leben lohnt es nicht, gelebt zu werden. Die einzig wahre Weisheit besteht darin zu wissen, dass man nichts weiß.

Sokrates


Herzlich willkommen auf Wort Spiel Raum, der Webseite von Thomas Michael Mäder.

 

Meine Liebe gehört dem Streben nach (Selbst)Erkenntnis, nach Bewusstheit und Präsenz, nach dem inneren Raum, der sich in äußeren Räumen wiederspiegelt.

 

So wie beispielsweise im Theater, als ich mir auf den Brettern, die die Welt (be)deuten, die Seele in den Leib zurückspielte, nachdem ich halbwegs unverletzt den staatlichen Schulen entronnen war.

Indem ich unsterbliche Figuren eines Sophokles, Shakespeare oder Goldoni darstellen durfte, entbrannte mein Sehnen aus Kindertagen neu: Zu erforschen, "was die Welt im Innersten zusammenhält", um es mit Goethes Faust auszudrücken.

Schon in der 8. Klasse, mit gerade einmal 12 Jahren, hätte ich intellektuell begreifen sollen, was mir Friedrich Schiller mit seinem sehr komplexen Spätwerk "Wilhelm Tell" sagen will - und dabei demonstrativ auf Durchzug gestellt!

Hier auf der Bühne nun durfte ich das couragierte Ringen dieses Helden um sein Grundrecht auf Freiheit mit dem Herzen erleben, es quasi von Innen heraus erfahren, als wäre es mein eigener Freiheitskampf - welch ein heilsam-köstlicher Unterschied!

Der Zauber der Heldenreise hatte mich gepackt, damals im Theater - eine Leidenschaft, die mich von da an nie wieder losließ. Zum Glück.

Dabei spielt es meiner Ansicht nach keine Rolle, welche Form dieses magische Erforschen des eigenen (Da)Seins hat, Hauptsache es trifft sich in dem einen unbedingten Wunsch, dem "Wesen hinter der Erscheinung" (Kandinskij) nachzuspüren, um es erkennbar, es erfahrbar werden zu lassen.

 

Dann nämlich geschieht ein Wunder - das Wunder der Liebe, die alles heilt, weil sie alles ist, was wirklich zählt.